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Fragen aus der Energieberatung: Nachtabsenkung der Heizung

Sollten Hausbesitzer die Heizung abdrehen oder durchheizen?

Früher regelten sich die Dinge allein: Der Ofen ging abends aus, das Haus wurde kalt. In Frostperioden leistete sich der Hausbesitzer allenfalls noch eine Kohle mehr am Abend. Heute passt die Heizungsregelung die Temperatur des Heizwassers automatisch der Außentemperatur an. Die Heizzeiten werden gesteuert, abends die Temperaturen abgesenkt. Zu dieser Nachtabsenkung gibt es viele Meinungen, der Energieberater erklärt, was sinnvoll ist.
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Heizkörper mit Geldscheinen
Eine Nachtabsenkung der Heizung spart um so mehr, je schlechter gedämmt ein Haus ist. Eine Heizenergieeinsparung zwischen fünf und zehn Prozent gegenüber kontinuierlichem Heizen ist bei wenig gedämmten Altbauten möglich
Foto: co2online gGmbH
Wie groß ist überhaupt die Energieeinsparung bei der Nachtabsenkung, wird oft in der Energieberatung gefragt. Die Antwort: Eine Nachtabsenkung der Heizung spart Energie ein, auch wenn die benötigte Aufheizenergie am Morgen berücksichtigt wird, so der Energieberater. Beachten sollten Hausbesitzer aber, dass das totale Abkühlen eines Raumes nicht sparsamer ist und sogar Schäden (wie Schimmelbildung) verursachen kann.

In Altbauten ohne Dämmung spart Nachabsenkung der Heizung am meisten
Eine Nachtabsenkung spart um so mehr, je schlechter gedämmt ein Haus ist. Eine Heizenergieeinsparung zwischen fünf und zehn Prozent gegenüber kontinuierlichem Heizen ist bei wenig gedämmten Altbauten möglich. Dabei spart ein Haus ohne Speichermasse (wie etwa in Holzbauart) mehr Energie, als ein massives Haus. Nämlich etwa die Wärmemenge, die in den schweren Bauteilen eingespeichert ist und nachts bei abgesenktem Heizbetrieb die Raumtemperatur hochhält. Eine höhere Raumtemperatur bedeutet aber höhere Wärmeverluste über die Außenbauteile. Bei der Nachtabsenkung der Heizung empfiehlt sich eine Reduzierung der Vorlauftemperatur von 5 bis 8 °C. Den Zeitpunkt für die morgendliche Aufheizung sollten Hausbesitzer so wählen, dass die Räume rechtzeitig wieder angenehm warm sind, empfiehlt der Energieberater. Entscheidend für die Wärmeverluste eines Hauses ist die Differenz zwischen der Innen- und der Außentemperatur: Stellt sich durch Nachtabsenkung der Heizung die Raumtemperatur nachts auf im Mittel 17°C statt 20°C ein, so ergibt sich gegenüber der durchgängigen Beheizung eine Einsparung von circa 7 Prozent.

Haus mit guter Dämmung macht Nachabsenkung der Heizung überflüssig
Wie die Raumtemperaturen sich nachts einstellen, hängt vom Wärmeschutz des jeweiligen Hauses ab. Je besser ein Haus gedämmt ist, um so geringer wird die Bedeutung der Nachtabsenkung der Heizung für die Energieeinsparung, so der Energieberater. Verfügt die Heizung nicht über ein Schnellaufheizprogramm, sollten Hausbesitzer mit der Aufheizphase recht früh am Morgen beginnen. Die Absenkung erfolgt bei den heute üblichen Regelungen automatisch und nach einem Programm, das der Hauseigentümer einstellen kann. Sie lässt sich auch bei Tag einsetzen, z. B. bei regelmäßiger beruflicher Abwesenheit. Eine Nachtabschaltung hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Kessel-Bereitschaftsverluste entfallen und auch die elektrischen Aggregate ausgeschaltet sind.

Für Mieter gilt: Die Zentralheizung muss so eingestellt sein, dass eine Temperatur von 22 Grad Celsius erreicht werden kann. Das gilt tagsüber in der Zeit zwischen 6.00 und 24.00 Uhr. Im Interesse der Energieeinsparung darf und muss die Heizung nachts abgesenkt werden. Allerdings muss eine nächtliche Mindesttemperatur in den Wohnungen gewährleistet sein, etwa 17 bis 18 Grad Celsius. Heute wird die Zeit zwischen 24-6 Uhr als angemessen für die Nachtabsenkung der zentralen Heizanlage betrachtet.

Quelle: Hessische Energiespar-Aktion
 
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